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GEHÄUSEARTEN |
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Warum brauchen Lautsprecher eigentlich Gehäuse?
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Im Physik-Unterricht der Mittelstufe beeindruckte mich der Versuch zur Wellenlehre nachhaltig, bei dem ein Tupfer im Takt in die Wasseroberfläche tauchte und dabei konzentrische Wellen erzeugte. Diese liefen, wenn sie auf ein breites Tor trafen, kreissegmentförmig und bei schmalem Tor geradlinig weiter. Nicht so gut sichtbar zu machen, aber vollkommen identisch verhält sich die Luft, wenn sie von unserem Lautsprecher in Schwingung gesetzt wird. Schall wird, solange der Membranumfang im Verhältnis zur Wellenlänge klein ist, kugelförmig abgestrahlt. Wird der Lautsprecher frei in die Luft gehalten, entsteht in diesem Fall ein “akustischer Kurzschluss”, die Luft, die vor dem Lautsprecher verdrängt wird, sorgt auf seiner Rückseite für einen Druckausgleich, wodurch bei einem Zuhörer im Abstand größer der Wellenlänge fast kein Ton mehr ankommt. Wenn wir tiefere Töne hören wollen, müssen wir den Membranumfang vergrößern. Aus der später noch anzuwendenden Formel “Wellenlänge L gleich der Schallgeschwindigkeit c in Luft ( ca. 340 m pro Sekunde) dividiert durch die Frequenz f ” L= c / f (1) in Meter ergibt sich bei ca. 34 Hertz ein Membrandurchmesser von 3,18 m - ein in der Praxis etwas unhandlicher Wert. Es gibt auch einen anderen Weg: Trennt man mittels einer unendlichen Schallwand die Membranvorder- und –rückseite, kann die Luft sich noch so sehr anstrengen, sie erreicht keinen Druckausgleich. Schwierig ist es, irgendwo eine unendliche Schallwand zu erwerben, ganz davon abgesehen, dass man für Stereo zwei braucht - an Heimkino wage ich gar nicht zu denken. Unter Verzicht auf ganz tiefe Frequenzen würde es auch ausreichen, den Lautsprecher in einem passenden Loch in der Außenwand unserer Wohnung zu befestigen und alle Fenster fest zu schließen, solange wir Musik hören, doch möchte ich nicht draußen stehen, wenn sechs Nachbarn gleichzeitig ihrem Verlangen nachkommen. Zum Glück gibt es auch andere Kompromisse!
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Geschlossen
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